Dünsberg-Verein e. V.
Copyright © Dünsberg-Verein e. V.
 - Gedenkfeier Peter Moos
Startseite
zurück << zurück <<
Genussmensch, Freund, Opa
Er hat ihn geliebt. „Seinen Dünsberg“ hat er ihn oft genannt – Peter Moos. Fast zwei Jahrzehnte, von 1993 bis 2010, prägte er als zuständiger Förster den Biebertaler Hausberg. Aber auch nach seinem Ruhestand ließ sein Engagement um den Berg nicht nach. Den Menschen den Wald näher bringen – das war seine Aufgabe. Bis zum letzten Atemzug. Genau ein Jahr nach seinem Tod fand nun ihm zu Ehren eine Gedenkfeier am Dünsberg statt. Über 35 Menschen waren gekommen, zu seiner Bank – „Peters Bank“: Familienangehörige, ehemalige Arbeitskollegen vom Forstamt Wettenberg, Mitglieder vom deutsch-britischen und dem deutsch-französischen Verein aus Biebertal, Vertreter vom Dünsbergverein, Bürgermeister Thomas Bender und Wettenbergs Bürgermeister Thomas Brunner, Försterin Ulrike Henrich und viele andere Freunde und Weggefährten. „Wenn der Förster den Mut hat, sich zurückzuhalten und zu warten auf das, was die Natur ihm vorgibt, ist er gut beraten.“ Worte, die Peter Moos gern zu sagen pflegte. Und Mut hatte er zweifelsohne. Aber auch Geduld. Nicht zu vergessen sein Bedürfnis, den Menschen den Wald näher zu bringen. Pfarrerin Claudia Strunk erinnerte in einer Rede an den Menschen, Familienangehörigen, Freund und Förster. „Er war für alle da, die das Interesse hatten, den Wald als Natur zu verstehen. Mit seiner Leidenschaft und Liebe zum Wald, zum Dünsberg und zur Natur hat er viele angesteckt.“ Der Wald war für den ehemaligen Umweltpolitiker Ort der Inspiration, der Erholung und Lernort zugleich. „Hier heckte er Ideen aus und ließ unterschiedliche Kunstprojekte entstehen.“ Die beiden zuletzt entstandenen Bänke unweit des Dünsbergplateaus mit den Namen „Bank der Einsicht“ und „Bank der Aussicht“ waren seine Idee. Nachdem es bereits „Peters Platz“ und „Peters Bank“ gibt, wurde nun ihm zu Ehren eine Eiche gepflanzt – „Peters Eiche“. Die Eiche als Symbol – kein anderer Baum verkörpert wohl mehr den Charakter des ehemaligen Försters: Geduld, Beharrlichkeit und Beständigkeit. Alle Anwesenden stellten sich im Kreis um die noch kleine Eiche auf. Und warfen sich einen roten runden Wollballen zu. Wer ihn fing, sagte ein Wort. Aber nicht irgendeines. Sondern etwas, was ihm spontan zu Peter Moos einfiel. Dabei kam ein Ergebnis heraus, welches den einstigen Förster nicht besser hätte beschreiben können. Peter war: „Ein Genussmensch“, „zugänglich“, „ein guter Gesprächspartner“, „ein Vermittler zwischen den Kulturen“, „ein Freund“, „einer der ehrlichsten Menschen“, „ein wunderbarer Opa“, „vielseitig interessiert“, „engagiert“, „ein hervorragender Umweltpolitiker“, „er liebte die Kunst“, „konnte gut kochen“, „liebte einen guten Rotwein“ und vieles mehr. Peters Platz, Peters Bank und nun auch Peters Eiche. „Den Kult um seine Person hätte er sicher nicht gemocht“, ist sich Thomas Bender sicher. „Aber dieser Platz hier ist für alle, damit sie sich an seine Person erinnern können.“ Quelle: Artikel Giessener Anzeiger vom 06.09.2016
Foto: Jachmann