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 - Biebertaler Museumstag am 22.05.2016
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Erster Biebertaler Museumstag präsentierte die Vielfalt der Museumslandschaft rund um den Dünsberg und wartete mit zahlreichen Aktivitäten auf – Historische Traktoren fuhren von Museum zu Museum und waren eine symbolisch verbindendes Band
Einen breiten Einblick in die Museumslandschaft rund um den Dünsberg bot der Erste Biebertaler Museumstag mit zahlreichen Aktivitäten am internationalen Museumstag. Ziel war, die Vielfalt der sechs Biebertaler Museen den Besuchern näher zu bringen und für die Exponate zu begeistern.    Einen besonderen „Farbtupfer“ und gleichzeitig ein symbolisch „verbindendes Band“ zwischen den einzelnen Einrichtungen waren die Ausfahrt der 11 historischen Traktoren, darunter Lanz-Bulldog, Porsche, Deutz, Mc Comick sowie ein Unimog zu den einzelnen Museen. Die Schlepperparade  machte an jedem Museum Station. Rudi Gerlach hatte die Traktorenausfahrt organisiert. Vom Schuhe reparieren über Keltenfunde bis zum Zigarrenmachen und Klöppeln wurde dem interessierten Publikum ein vielfältiges Programm geboten.    Zum Auftakt des Tages hatte in der Ev. Kirche in Rodheim ein Gottesdienst mit Pfarrer Claus Becker stattgefunden. „Der Museumstag ist Anlass einen Gang durch die Zeit, die Geschichte der Kirche und der Gemeinde zu machen“, so Becker. Eine Führung durch die Kirche mit Dr. Jutta Failing und Jürgen Steinmüller schloss sich an. Das Gotteshaus birgt als Besonderheiten ein Wandgemälde, das Luther mit einer Gans zeigt, einen an der Decke aufmodellierten Schwan, die Epitaphien als Denkmalsteine im Altarraum, auf denen Rodheimer und Vetzberger Adelige sowie der Pfarrer Johannes Coburger abgebildet sind.    Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1681. Der „„Baronsstuhl“ trägt das Wappen von Marx Lesch mit der Jahreszahl 1546. „Das Erbbegräbnis im Chor der Kirche war an Häuser wie Schmitte und Holzapfelscher Besitz in Vetzberg gebunden“, so Dr. Failing. Weitere Station war der barocke Grabstein der Pfarrfrau Henriette Georgi, geb. Gerst, auf dem Friedhof, die mit 32 Jahren im Kindbett verstorben war.    Ab mittags waren die sechs Museen und auch das neue Gemeindearchiv geöffnet.  Bei Christiane Schmidt und Henriette Lich informierten sich zahlreiche Besucher über die „Findbücher“ und über PC, z.B. über die ehemalige Biebertaltrasse.    Per Shuttlebus konnten die Besucher die einzelnen Events anfahren. Einige waren auch mit dem Fahrrad unterwegs.    Den Besuchern wurden zahlreiche Aktivitäten und Sondervorführungen präsentiert. Darunter das Zigarren herstellen (Uhrentürmchen-Museum im Gail‘schen Park), Weben, Klöppeln und Wollspinnen sowie Äxte und Messer schärfen mit KLaus-Dieter Lechner im Heimatmuseum Rodheim-Bieber,  neueste Funde, ein römisches Pilum (Lanzenspitze) im Archäologisches Museum, Bogenschießen und Keramik-Schmuck und Keltentaler der Evenius-GmbH (Keltengehöft- Museum), Schuhmacher (Heimatmuseum Frankenbach) sowie Weben und Korbflechten und die Arbeit des Sattlers (privates Bauernhausmuseum Hof Haina von Michael Kraft und Gabriele Freyer). Zwischendurch war mit Kartoffelsuppe, Kaffee, Kuchen, Waffeln, Weinprobe und Getränken für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt.    Die Organisatoren konnten mit der guten Resonanz des Ersten Biebertaler Museumstages zufrieden sein.    Quelle: Klaus Waldschmidt
Bilder: Klaus Waldschmidt