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 - Sommerfest 2019
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Dünsbergverein feiert 120-jähriges Bestehen
Sportler, Naturliebhaber, Archäologen und die Bundespost - viele haben den Dünsberg für sich entdeckt. Der Dünsbergverein macht sich weiter für den Ausbau der Infrastruktur stark.
Das Highlight des Jubiläumsfestes: die Eröffnung des neuen Abenteuerspielplatzes auf dem Dünberg-Plateau. Cenneth Löhr, Vorsitzender des 1300 Mitglieder starken Vereins, testete direkt selber aus, ob das neue Klettergerüst auch stabil genug ist. Bei der 120-Jahr-Feier zudem dabei: "Die Bierbembel-Bläser", die gemeinsam mit Nora Schmidt auftraten. Fotos: Mattern
Weiß-Blau der Himmel, angenehme Temperaturen, volkstümliche Blasmusik und rustikale Verpflegung - besser hätten die Rahmenbedingungen am gestrigen Sonntag auf dem Dünsberg gar nicht sein können. Das Sommerfest stand ganz im Zeichen der 120-jährigen Geschichte des Dünsbergvereins. 29. Oktober 1899    Der Berg der Kelten, um den sich Mythen und Geschichten ranken, mit 498 Meter die höchste Erhebung der Region und eines ihrer markantesten Wahrzeichen, ist Namensgeber des Vereins, der am 29. Oktober 1899 aus der Taufe gehoben wurde. Ein kleines Zeitfenster innerhalb der Millionen Jahre andauernden geologischen Entstehungsgeschichte dieses aus Kieselschiefer bestehenden "Härtlings". Seit elf Jahren leitet Cenneth Löhr die Geschicke, des heute 1300 Mitglieder zählenden Vereins, und übernahm 2008 ein gutes bestelltes Feld vom Ehrenvorsitzenden, Erhard Will, der dem Verein 32 Jahre lang vorstand. Ihn hieß er als Ehrengast besonders willkommen, ebenso Beigeordneten, Peter Kleiner. In seiner Festansprache skizzierte Kenneth Löhr die wechselvolle Vereinsentwicklung. Mit dem Bau des Turmes durch Männer um Fritz Kühn, als logische Konsequenz seiner schon zuvor bestandenen Beliebtheit als Ausflugsziel, habe der Dünsberg seine endgültige Reife erhalten, sagte der Vorsitzende. Damit ging er auf die besonderen Herausforderungen ein, die sich aus dem Umstand des Zusammentreffens von Natur und Geschichte sowie aus dem gesellschaftlichen Wandel mit seinem zunehmenden Freizeitdruck ergaben. Der Dünsberg - Objekt vielfältiger Begierden: Die Bundespost richtete sich dort ein, baute in den 1970er Jahren den Fernmeldeturm. Die Archäologen und Landvermesser entdeckten ihn für sich und machten den Berg noch bekannter. Und auch Wanderer, Radfahrer, Jogger, Reiter, Geocacher, Hundeschlittenfahrer und Nordic-Walker erheben Anspruch, dort ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen zu wollen. Zahlreiche ausgeschilderte und zertifizierte Wanderwege führen auf und über das Plateau. Das führe laut Löhr oftmals zu Verdruss und Konflikten mit den Belangen des Natur- und Umweltschutzes, mit den Jägern und mit der forstlichen Nutzung. "Der Dünsberg ist nach Kloster Arnsburg das zweite touristische Highlight im Landkreis", sagte Löhr stolz weiter. Das verpflichte. Von 1957 an habe der Dünsbergverein rund 550 000 Euro in den Erhalt seiner Anlagen und den Ausbau der Infrastruktur investiert, stets unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Er nannte unter anderem die Raststätte und als imposanteste Leistung des Vereins, den Bau des Keltentores mit dem Kelten-Informationszentrum. In diesem Jahr blickt man zudem auf 40 Jahre organisiertes Wandern zurück. 40 000 Teilnehmer haben in dieser Zeit an rund 1000 Wanderungen teilgenommen und dabei die Strecke des halben Erdumfanges zurückgelegt. Der Vorsitzende schloss mit offenen Worten. Mahnende Stimme, denen der Rummel am und auf dem Berg zu viel sei, nehme man ernst und bemühe sich, mit Regeln, Vernunft, aber auch der Erwartung von Toleranz, die Interessen aller zusammenzuführen und auszugleichen. Abenteuerspielplatz Im Anschluss an seine Rede weihte er den neu gestalteten Spielplatz ein, der zusammen mit weiteren kleineren Begleitmaßnahmen, die Attraktivität auf dem Gipfel erhöht und vor allem sicherer macht. Rund 50 000 Euro wurden für die jüngsten Maßnahmen investiert. Das Sommerfest gestalteten die "Bierbembel-Bläser" mit Sängerin Nora Schmidt und der Männergesangverein "Eintracht" Altenkirchen mit. Quelle: Gießener Anzeiger,  von mav, erschienen am 07.07.2019